Technisches Büro für Wasserwirtschaft und Abwasser

Zusammenfassung der Zielsetzung

 

Das Technische Büro für Wasserwirtschaft und Abwasser betätigt sich in der Fachplanung für maschinentechnische Einrichtungen der Wasserversorgung sowie der Entsorgung von Schmutz- und Regenwasser (Abwasser). Dabei handelt es sich um einen Teilbereich der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sowie im Bereich der Überwachungsfunktionen um einen Teilbereich der Gebäude-Leittechnik (GLT).

Als Dienstleistungen werden ferner Aufträge aus dem Bereich der Konstruktion (Maschinenbau), der Simulation (3D) sowie der Erstellung von Technischen Zeichnungen übernommen. Weitere Details.

 

Allgemeine Betrachtungen zum Tätigkeitsfeld

 

Trinkwasser

Auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland gehört das Trinkwasser im öffentlichen Trinkwassernetz zu dem am besten überwachten Lebensmittel. Ständige Kontrollen an den Gewinnungsstellen und im Verteilernetze erhalten die Qualität, Störungen müssen den Behörden gemeldet und wesentliche Änderungen von den Behörden genehmigt werden.

Gewonnen wird das Wasser aus Quellen oder Tiefbrunnen, über Pumpwerke den Hochbehältern oder Druckspeicher- und Druckerhöhungsanlagen zugeführt.

Die technische Ausrüstung beim Neubau oder der Sanierung erfordert eine Fachplanung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA), für die Überwachung werden bei modernen Anlagen Leittechniken (GLT) mit einer zentralen Leitstelle ausgerüstet.

Neben den maschinentechnischen Einrichtungen sind die hydraulischen Anlagen und die Behälterauskleidungen der Wasserspeicher und Hochbehälter von großer Bedeutung, die eine sogfältige technische Fachplanung erfordern.

 

Wasseraufbereitung und Trinkwasser

Beeinflusst wird das Wasser bereits beim Herunterfallen zu Boden, wobei es auf dem Weg zum Boden Substanzen aus der Luft aufnimmt. Auf dem Boden angekommen wird es von diesem aufgenommen und wiederum beeinflusst: Für den Menschen wichtige Mineralien werden aufgenommen, leider aber auch Stoffe, die zwar natürlichen Ursprunges, aber dennoch für den Menschen giftig sind. So gehört Mangan zu den wichtigen Spurenelementen, zu viel davon ist aber mehr wie gesundheitsschädlich. Arsen ist ebenfalls ein natürlicher Grundstoff, der vom Wasser aufgenommen wird, leider hoch giftig und muss, sofern er im Wasser gefunden wird, ausgefiltert werden.

Neben den natürlichen Stoffen sind heute an vielen Stellen dieser Erde die Böden verseucht und damit die Wassergewinnungsstellen beeinflusst. In aufwendigen Verfahren kann das Wasser dann wieder aufbereitet werden. Aber nicht nur für den Menschen problematische Substanzen, die auf natürlichem Weg aufgenommen wurden, können den Nutzwert des Wassers als Trinkwasser einschränken. Mechanische Verunreinigungen z. B durch Sand, Lehm oder Schwebestoffen aller Art sind zwar nicht unbedingt gesundheitsschädlich, es sind aber zumindest Indikatoren für z. B. biologische Verunreinigungen.

In den letzten Jahren treten vermehrt auch Verunreinigungen durch Hormone und Pharmarückstände auf.

Eine Trinkwasseraufbereitung muss zum Ziel haben, das Wasser auf höchstmöglich natürlichem Niveau und ohne biologische, chemische Stoffe oder mechanische Stoffe zu produzieren. Die Mindestqualität ist in der Trinkwasserverordnung (TrinkwVO) festgeschrieben und wird durch die Behörden überwacht.

Neben den grundsätzlichen wirtschaftlichen Aspekten einer Investition in die Aufbereitung spielt die notwendige Wartung und Pflege der Anlagen dabei eine wichtige Rolle, da diese personelle Ressourcen bindet bzw. Folgekosten durch entsprechende Wartungsverträge nach sich zieht.

In Deutschland verfügen die Trinkwasserversorger über die notwendigen Möglichkeiten, entsprechende Aufbereitungen planen, erstellen zu lassen und zu betreiben, zumal der Gesetzgeber Trinkwasser als Grundnahrungsmittel festgeschrieben hat, auf das jeder Mensch Anspruch hat. In anderen Ländern stehen die notwendigen Mittel häufig nicht zur Verfügung und auch wenn wir uns das in Europa schon fast nicht mehr vorstellen können: Sauberes Trinkwasser ist durchaus keine Selbstverständlichkeit.

 

Regenwasser

Wasser als solches ist eigentlich eine unendliche Ressource. Es verdunstet und fällt als Regen zurück auf die Erde um den Kreislauf erneut anzutreten. Leider ist die Verteilung nicht immer so, wie wir Menschen das gerne hätten: Zuviel, zu wenig, oder auch gar auch kein Wasser, vor allem zu wenig Trinkwasser in entsprechender Qualität sind leider die Realität.

 

Schmutz- und Regenwasser

Die technische Ausrüstung der Pumpwerke für Schmutz- und Regenwasser (Abwasser) erfordert die gleiche, sorgfältige und fachtechnische Planung wie die der Anlagen für Trinkwasser. Häufig kommen bei solchen Anlagen Anforderungen wie die Beachtung der Ex-Schutzzone zum Tragen. Zusätzlich muss z. B. vor der Einleitung von Regenwasser in die Gewässer, welches auf Fernstraßen oder in bebauten Gebieten anfällt, zusätzliche Sensorik für die Überwachung der Sauberkeit und zur Verhinderung von Verschmutzungen wie Öl, Salze und chemische Substanzen eingesetzt werden.

 

Maßnahmen

Mithilfe entsprechender Bauwerke und Anlagen kann Wasser gewonnen, geleitet, zwischengespeichert oder auch verunreinigtes bzw. belastetes Wasser wieder in verschiedenen Qualitätsstufen gereinigt werden. Bekannte Bauwerke sind Quellfassungen, Pumpwerke Hochbehälter, Regenrückhaltebecken, Regenklärbecken, Kläranlagen etc., aber auch Anlagenteile, die unsichtbar im Boden sind wie Entwässerungskanäle und Rückstaukanäle. Alle diese Bestandteile müssen im Fall einer Neuerstellung dimensioniert und nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (aaRdT) gebaut werden. Im Fall der Sanierung müssen dabei neue Techniken so angewandt werden, dass ein möglichst großer Effekt und damit eine optimale Nutzungsdauer der jeweiligen Anlage erzielt wird. Wasser und Energie stehen hier in einem engen Zusammenhang und sind als Kostenfaktor der Produktion zu optimieren.

Eine Trinkwasserbehälter-Sanierung kann das z. B. durch eine Behälterauskleidung mit Kunststoff erfolgen. In Kanäle können selbst auf große Distanzen Inliner eingezogen werden, Pumpwerke werden mit neuen Maschinen mit besseren Wirkungsgraden ausgestattet. Filter können auf  Basis der natürlichen Filtration (Sandfilter) hergestellt werden, bei entsprechender Belastung müssen industrielle Anlagen wie z. B. eine Ultrafiltration eingesetzt werden. Alle Formen von Anlagen können durch den Einsatz einer entsprechenden Leittechnik (GLT) ergänzt, betrieben und damit auch überwacht werden.

 

Ihr Kontakt

 

Update: Sonntag, 19. März 2017. Urheberrechtlich geschützt

 

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